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Programm:

Programm 100 Jahre mit Merqury

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TV Hohne von 1911 e.V.

Ein lebendiger Verein

Am 16.05.1911 fand die Gründungsversammlung des TV Hohne statt. Insgesamt 34 Mitglieder wählten ihren 1. Vorsitzenden, Phillip Gutmann.

Mangels Turnhalle wurden die Übungsstunden im Saal des Vereinslokals Kortlüke abgehalten. Die ersten Turngeräte wurden aus Spenden der Mitglieder (schnell über 100) sowie der Hohner Bevölkerung beschafft. Ab September 1911 gab es Jugend-und Altersriegen. Im Jahr 1913 nahmen einige Sportler des Vereins am Turnfest in Leipzig teil, was einen 1. Höhepunkt des Vereinslebens darstellte.

Neben den rein sportlichen Aspekten wurde von Anfang an viel Wert auf ein reges Vereinsleben gelegt, was sich in Wanderungen, Ausflügen mit Spielen und Singen niederschlug. Hier liegt die Grundlage für Veranstaltungen wie Schnitzeljagd und Stiftungsfest, die bis in die heutige Zeit überdauert haben. 

Bald nach Gründung des Turnvereins wurde der Spielmannszug ins Leben gerufen, um bei öffentlichen Veranstaltungen mit musikalischer Untermalung auftreten zu können. Die ehemalige Knüppelgarde ist mit einer kleinen Unterbrechung zu einem festen Bestandteil des Vereins geworden.

Im Jahr 1914 erfolgte die Fahnenweihe. Der Turnbetrieb konnte aufgrund der Auswirkungen des 1. Weltkrieges in den Jahren 1914 – 1918 nur in eingeschränktem Umfang durchgeführt werden. Durch die große Unterstützung der Hohner Bevölkerung war es möglich, am 11. und 12. Juni 1921 das Bezirksturnfest mit 14 auswertigen Vereinen auszurichten. Bereits in diesen frühen 20er Jahren befasste man sich mit dem Bau einer Turnhalle, die jedoch erst 1961 realisiert wurde. Bis dahin verblieben die Turner bei Hohner und Höster Gaststätten. 

Nach mehreren vorangegangenen Wechseln in der Vereinsführung übernahm im Jahr 1924 Heinrich Christoffer das Amt des 1. Vorsitzenden, dass er bis 1948 ununterbrochen innehatte. Unter seiner Regie wuchs der Verein trotz aller wirtschaftlichen und politischen Probleme sowohl bei den Mitgliederzahlen als auch bei den sportlichen Leistungen. Im Jahr 1930 wurde die 1. Damenriege gegründet, anschließend wurde die Handballabteilung ins Leben gerufen. Im Jahr 1932 stellten die Dyckerhoff-Wicking-Werke ein Geländestück zur Errichtung eines Sportplatzes zur Verfügung, dass nach 2jähriger Arbeit der Vereinsmitglieder eingeweiht werden konnte. 

Der 2. Weltkrieg unterbrach die stete Aufwärtsentwicklung des Vereins, der Turnbetrieb kam 1943 gar ganz zum Erliegen. 

Am 12. Januar 1946 durfte das aktive Sportleben im Verein mit Genehmigung der damaligen Militärregierung wieder aufgenommen werden. Schon bald waren wieder komplette Mannschaften und Riegen sowohl im Herren-, Jugend- und Damenbereich aufgebaut. Bei Vergleichswettkämpfen in der Umgebung wurden wieder gute Ergebnisse erzielt. Nach dem Tod von Heinrich Christoffer führte Rudolf Tiemann den Verein als Vorsitzender ab Oktober 1948 weiter.   

Im Jahr 1959 beschloß der Rat der Stadt den Bau der Turnhalle an der Hohner Schule am Schrägweg, der dann im Mai 1960 in Angriff genommen werden konnte und zum Jubiläumsjahr 1961 eingeweiht wurde. Der Turnverein „war nun wer“ und hatte endlich das langersehnte Zuhause. Auch hier leisteten die Hohner Bürger in bewährter Form ihren Anteil in Form von Eigenleistungen sowie durch Spenden zum Bau der Halle. Der Vorsitz ging im Jahr 1960 auf Hans May über. Unter seiner Leitung legte der Turnverein Hohne auch bedingt durch den Turnhallenneubau kräftig bei den Mitgliederzahlen zu. Während im Jahr 1955 153 Personen Mitglied waren, so stieg die Zahl auf 208 im Jahr 1960 und im Jahr 1962 sprunghaft auf 406 Mitglieder an.

Noch vor der offiziellen Inbetriebnahme der Turnhalle am 04.09.1961 feierte der Verein im Frühjahr sein 50jähriges Bestehen im Rahmen einer großen Jubiläums-veranstaltung im Saale Wittmann in Höste. In der Laudatio ging Ferdinand Grindel, Vorsitzender des Münsterländer Turngaus, auf die Wichtigkeit des Breitensports und des Vereinswesens ein. Er stellte den Leistungssport und die sich seinerzeit bereits abzeichnenden Verflechtungen mit den wirtschaftlich materiellen Interessen in Frage. Der sportliche Höhepunkt war ein Schauturnen der Gauriegen der Turnerinnen unter Mitwirkung der Vereinsmitglieder Elfriede Hallerdei und Marita Kienemann. 

Die neue Turnhalle führte zu einer neuen Identifikation der Hohner mit ihrem Verein. Von Anfang an fühlte man sich nicht als Gast sondern als Teilhaber. Dies spiegelt sich auch darin wider, dass wenn immer möglich Reparaturen auch selbst erledigt wurden. So wurde der Anbau des zu kleinen Geräteraumes in den Jahren 1975/76 zwar finanziell von der Stadt Lengerich gefördert, die Baumaßnahme ist aber im Wesentlichen wieder durch Eigenleistung und Spenden der Hohner Bürger durchgeführt worden. Einige Jahre nach der Schrägweghalle wurde auch die Gymnastikhalle an der Niedermarker Grundschule eingeweiht.

Die Jahre waren geprägt durch einen weiterhin hohen Zulauf bei den Mitglieder-zahlen. Im Jahr 1970 zählte der Verein 620 Mitglieder und 1980 wurden bereits 687 Mitglieder gezählt. Im Jubiläumsjahr 1986 hatten sich insgesamt 809 Personen dem Turnverein Hohne angeschlossen, wobei erfreulicherweise eine hohe Anzahl jugendlicher Sportler zu verzeichnen war und ist.

Durch den Turnhallenbau hatten die Turner und Turnerinnen erstmals die Gelegenheit, ihre Veranstaltungen als „Heimspiele“ zu bestreiten, ohne die teilweise recht langen Anreisen in Kauf nehmen zu müssen. Dies gilt seit 1984 auch für die Leichtathleten des Vereins, da in diesem Jahr das Hohner Stadion eingeweiht werden konnte. Auch der Stadionneubau wäre ohne den ehrenamtlichen unentgeltlichen Einsatz der Hohner Bevölkerung und der Vereinsmitglieder nicht denkbar gewesen. Die neuen Räumlichkeiten führen dazu, dass neue Abteilungen und Gruppierungen ins Leben gerufen wurden. Auch außerhalb des Leistungssportes betreiben Hobby- und Seniorengruppen vielfältige aktive sportliche Betätigungen.

Hausfrauengruppen, Alte Herren und seit einigen Jahren auch Gruppen für den jüngsten Nachwuchs zeichnen bis heute ein typisches Bild für den Breitensport im Turnverein Hohne. 

Obwohl alle Gruppen inzwischen eigene Veranstaltungen feiern, zeichnet sich der TV Hohne durch ein gutes Vereinsleben aus. Neben der Jahreshauptversammlung, dem Sommerfest der Kinder, der Schnitzeljagd/Radsternfahrt und dem Seniorenabend ist und bleibt das Stiftungsfest der Höhepunkt des Jahres. 

Das Jahr 1974 brachte nach 14 Jahren einen Wechsel in der Vereinsführung. Unter der Leitung von Hans May ist der TV Hohne zu einem der leistungsstärksten Vereine im Münsterland geworden. Darüber hinaus hat er es verstanden, die Abteilungen zusammenzuhalten als Gemeinschaft der Hohner Turnfamilie. Sein Nachfolger wurde der damals 32jährige Jurist Horst Meyer-Holtkamp. Seine vorrangigen Anliegen waren der Zusammenschluss der Lengericher Sportvereine im Stadtsportverband Lengerich, der zum 01.12.1977 erfolgte sowie der Bau des Stadions in Hohne. 

Der TV Hohne hat über die ganzen Jahre nicht nur seine eigenen sportlichen Interessen gesehen. Mit ganzem Einsatz wurden auch kommunale und andere öffentliche Aufgaben mit unterstützt. Ob es die Aktion Flipper für das Lengerich Freibad oder das Spiel ohne Grenzen zur Hilfe der Behindertenwerkstätten waren, immer war der TV Hohne federführend mit dabei. 

Nachdem ab den „70ern“ Volleyball und Tanzsport (im TC Römer) angeboten wurden, kamen später Sportarten wie Aerobic und Beattanz zum umfangreichen Angebot hinzu.

Die Gruppen treten inzwischen immer wieder bei vielen öffentlichen Veranstaltungen sowie Vereinsfesten auf. Neben allen Neuerungen steht seit jeher der Kinder- und Jugendsport an herausragender Stelle im Vereinsangebot. Hier werden bereits im Vorschulalter die Grundlagen der Bewegung erlernt. Aus den jüngsten Anfängen sind neben dem reinen Hobbysport auch immer wieder Aktive mit überdurchschnittlichen

Ergebnissen hervorgebracht worden. Stellvertretend sind hier für die jüngere Vergangenheit sicherlich bei den Leichtathleten Michael Brix und für die Turner Klaus Abraham zu nennen. Den bisher größten Vereinserfolg konnte im Jahr 1965 Renate Spannhoff erringen, die beim Deutschen Turnfest in Kassel den Titel im gemischten Sechskampf der Jugendturnerinnen gewann. Auch die verschiedenen Mannschaften und Riegen konnten immer wieder große Erfolge verbuchen. 

Im Jahr 1988 übernahm Dr. Heinz-Gert Schlenkermann den Vereinsvorsitz. Sein Hauptaugenmerk legte er während seiner gesamten Amtszeit auf die Solidargemeinschaft TV Hohne. Es war ihm immer ein Hauptanliegen, den Verein trotz steigender Mitgliederzahlen als homogene Einheit ohne Eifersüchteleien zwischen den Abteilungen zu stabilisieren. Dieses Unterfangen ist ihm gelungen. Während seiner bis 1998 andauernden Amtszeit wurde u. a. eine neue, zeitgemäße Satzung installiert. Um auch im TV Hohne weiter Leistungssport bieten zu können, wurde es in Teilbereichen erforderlich, Kooperationen mit anderen Vereinen einzugehen. So erfolgte 1990 der Zusammenschluß der Volleyballgruppen zur Volleyballgemeinschaft Leeden-Ledde-Hohne. Handballsport wird in Lengerich mit dem TV Lengerich zusammen in der HSG Hohne-Lengerich seit 1991 angeboten. 

Der Turnverein steht seit 1998 nunmehr unter dem Vorsitz von Helmut Wittmann, der die Arbeit seiner Vorgänger in bewährter Weise weiterführt. Unter seiner Regie wird der Ausbau des Hohner Sportplatzes zu einer modernen Sportstätte wieder weiter vorangetrieben. Der Turnverein Hohne präsentiert sich heute als gesunder Verein, der seit Jahren gleichbleibend hohe Mitgliederzahlen von über 1.000 aufweisen kann. Dieses solide Fundament, ein ausgeglichener Finanzhaushalt und gut besuchte Sportangebote und Veranstaltungen lassen positiv in die Zukunft blicken.

Abgelöst im Vereinsvorsitz wurde Helmut Wittmann zu Beginn des Jahres 2010 durch Ralf Niggenaber.

Aktuelle Vereinsdaten:      1. Vorsitzender:     Ralf Niggenaber

                                                                                Am Feldweg 7, 49525 Lengerich

                                                                                Tel.: 05481/4090

 

                                               Geschäftsführer    Detlef Jüterbock

                                                                                Brucknerstraße 33, 49525 Lengerich

                                                                                Tel.: 05481/38442

                                               Vereinsanschrift:  Lienener Straße 180, 49525 Lengerich