:: 26.03.2011 - Bergisch-Gladbach - Königsforst-Marathon - 42,2 km

03.04.2011 15:20

Zwei Mal Hollerdihöh am Monte Troodelöh

 

 

Direkt neben der Autobahn A4 liegt die Straßenmeisterei, deren Halle für die Laufveranstaltung zur Verfügung steht. Neben den Langstrecken werden auch 1, 2 und 5 km angeboten. Und so ist die Halle zunächst mit Nachwuchsläufern und deren Eltern gefüllt. Warum ich nach Bergisch-Gladbach zum Laufen fahre? Weil ich endlich die Marathonsaison 2011 für mich eröffnen möchte und weil die Strecke durch eine Landschaft führt, deren Geländeform zu vergleichen ist mit dem Habichtswald in Leeden. Es geht nur mehr auf und ab, insgesamt sind 360 Höhenmeter zu überwinden.


Um 14 Uhr dann Start für die Halb- und Ganzmarathonis. 2 Runden sind zu bewältigen. Nach 60 Minuten bei km 10 denke ich noch an Detelf Haßmann's Zeit vom Steinfurt-Marathon 4:22 Stunden, ja das könnte ich schaffen.


  

Sogar ein Gipfelbuch gibt es hier!             Man sieht, der Kölner Karneval ist nah.
„Höllerdihöh!“     

 

Der Königsforst gehört sowohl zu Köln als auch zu Bergisch-Gladbach. Bei km 7 wird der Monte Troodelöh erreicht. Zwar nicht die höchste Erhebung im Forst, aber der höchste Punkt Kölns mit 118,04 Metern, drei Meter höher als die höchste Erhebung Berlins. Darauf weist der Veranstalter extra hin. Troodelöh genannt nach seinen Erstbesteigern im Jahre 1999, den Kölnern Troost, Dedde und Löhmer.


Nach der ersten Runde in 2:07 Stunden bin ich schon ziemlich gar, und Detlefs Zeit tritt in den Hintergrund. Wer den "halben" nicht unter 2:20 Stunden schafft, wird übrigens aus dem Rennen entfernt!
 

  

2 km vor dem Ziel wird mittels                 Der Gipfelstein bei km 28 besagt auch,
Wendepunkt die Strecke                        dass 2/3 des Weges geschafft sind -
genau 21,975 km lang gemacht.              aber noch 1/3 (gefühlte 1/2) vor den Läufern liegt.
Höllerdihöh...

 

Ab km 34 wird teilweise (jede kleine Steigung) gewandert und Detlef's Zeit ist mir nun wirklich völlig egal. KM 35, ein Läufer schließt zu mir auf, "wir sind auch schon mal zusammen gelaufen", meint er. Kann sein, bekanntes Gesicht, aber woher? Zwei km lang tauschen wir uns aus, aber nicht wie Frauen, nein wie Männer, wir reden also maximal drei Sätze miteinander. Die nächsten Laufziele werden ausgetauscht, ich die Harzquerung und er einen 5 Etappenlauf, wer weiß wo. Dann lasse ich ihn laufen. Nur noch weiter, irgendwann werde ich schon ankommen, habe ja 5 Stunden Zeit. Ärgerlich ist nur, dass ich nun dauernd überholt werde, und dies insbesondere von der Frauenpower, die sich in diesem Zeitfenster reichlich tummelt. Bei km 40 zwickt dann auch noch die rechte Wade. Na, irgendwann ist dann Schluss, der Zielsprecher erwähnt, dass er den Teuto kennt, 1974 sei er damals den Hermannslauf gerannt. Schön für ihn, ich grüße und sage: „Ja, Hohne ist da ganz in der Nähe von Bielefeld“, habe aber nun andere Probleme, z. B. beim Umziehen möchten müde Muskeln mächtig krampfen. Als ich dann in die Halle komme, ist die Cafeteria-Besatzung gerade dabei, die Tische abzuwischen und auszufegen. „Ausverkauft, Schluss für heute!“ Geschieht mir Recht, bin einfach zu langsam gewesen. Detlef wird sich freuen!

 

231 über Marathon im Ziel

 

222.   Uwe Laig 4:35:32 40. M50

 

Autor: Uwe Laig


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Claus Kanngießer