:: 06.03.2011 Borgholzhausen - Luisenturmlauf - 12 km, 21 km

30.03.2011 22:11

„Wollen wir wetten, dass es heute wieder keine Verpflegung gibt?“, so Christian zu Uwe. Uwe hält nicht dagegen, da in den Vorjahren der Verpflegungs-PKW entweder einen Unfall hatte oder zu spät kam oder den V.-Punkt wegen der Schneeverhältnisse nicht erreichen konnte.
Nur ein kleines Grüppchen Hohner Läufer macht sich dann bei guten Bedingungen (trockene Waldwege, keine Schneereste und kaum Wind) auf die Halbmarathon-Strecke. Beate Schmitte ist neben Christian im Rahmen des Trailrunning-Cups unterwegs. Christina nutzt den schweren Kurs, um sich auf ihre zweite Hermannslauf-Teilnahme vorzubereiten.
Es sei die ganz alte Strecke, die gelaufen wird, so die Ausschreibung. Na, da bin ich mal gespannt, ob ich diese wieder erkenne. Schon bei km 4 geht es an „meiner“ Abzweigung weiter geradeaus, erst 500 Meter später dann links ab und zunehmend steil hinauf Richtung Windräder, und die stehen bekanntlich ganz oben! Christian läuft zunächst mit Christina, bis sie ihn wegschickt. Am Abzweig/Streckentrennung ganz oben läuft er dann zu mir auf.

 

Christina bereitet sich auf ihren
zweiten Hermannlauf am 17.04.2011 vor

 

Gemeinsam geht es dann über den Kammweg und hinab. Immer weiter hinab. Als uns die Führungsgruppe bei km 9 entgegen kommt ahne ich Schlimmes: Hier müssen wir später wieder hoch! Noch weiter bergab! Dann dreht der Kurs und bei km 12 kommt die Verpflegung in Sicht. Die netten Damen winken uns schon von Weitem zu. Leider war es keine Begrüßung sondern nur das Zeichen: „Der Tee ist aus“. Wir sollen vorbei laufen oder: „Wartet doch einfach, es kommen bald noch 50 Liter nach“, so eine Helferin. Obwohl mir die Zunge am Gaumen klebt laufe ich weiter, Christian im Schlepp. „Na, was habe ich gesagt, wieder keine Verpflegung, die kriegen das einfach nicht hin! Nächstes Jahr laufe ich hier nicht wieder,“ so Christian. Die Steigung ist endlos, diese Teil der Strecke kenne ich so nicht. Ich gehe und präge mir die Strecke gut ein ;-)) Auf und ab auf dem Kammweg, vorbei an den Windrädern, dann km 17, endlich Tee!! Schnell zwei Becher eingeworfen und schon geht’s bergab. Trotz der müden Beine noch mal Gas. 4:40 und etwas später 4:10 Min./km zeigt Christians Atom-Himmels-Uhr. Ein Zielsprint ist dann aber nicht mehr möglich. Zeitgleich erreichen wir das Ziel! Und fragen wir uns, wo eigentlich Beate abgeblieben ist, überholt haben wir sie nicht, zumindest nicht bewusst wahrgenommen. 3 Minuten später kommt sie dann ins Ziel.
Nach dem Duschen mache ich mich mit Fotoapparat auf zum Stadion, um den Zieleinlauf von Christina festzuhalten. Da kommt sie mir auch schon entgegen. Ich hatte ihr max. 2:35 Stunden für die schwere Strecke zugetraut aber nicht die 2:26 Std. Für den Hermann ist sie nun gut gerüstet.
Frank Franke ist mit seiner Zeit für die schwere Strecke ganz zufrieden. Beim Kaffee klagt er später aber auch über schwere Beine.

 665 Männer und 175 Frauen im Ziel

328.   Frank Franke 1:50:54 47. M35
598.   Uwe Laig 2:09:59 80. M50
598.   Christian Brix 2:09:59 41. M20
F 121.   Beate Schmitte 2:12:58 21. W40
F 160.   Christina Sumic 2:26:44 16. W20


Auszug aus den NEWS des LC Solbad
Im nächsten Jahr wird die erste Verpflegungsstelle definitiv an der Abzweigung 12 km/Halbmarathon auf dem Kamm eingerichtet, so dass die Stelle früher kommt und den Vorteil hat, zwei mal durch die Halbmarathonis angelaufen wird. Wir werden dann auch mehr Getränke bevorraten.
(Anmerkung der Redaktion: warten wir’s ab)

Autor: Uwe Laig
 


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Claus Kanngießer